Mittwoch, 16. Dezember 2015

Co Ri Nic - mon amour

Ehe man sich versieht ist man schon wieder zu Hause. Genau 24 Stunden, nachdem ich in Managua das Hotel verließ und mit dem Shuttle zum Flughafen gebracht wurde, bin ich wieder in meiner Wohnung im regnerischen Westfalen angekommen. Der Rückflug verlief völlig planmäßig, sogar die Immigration in Houston dauerte nur ein einhalb Stunden. Wo es irgend geht, werde ich das künftig vermeiden.

Beim Flug von Managua traf ich einen angehenden Studenten, der nach dem Abi für 10 Wochen in Nicaragua an einem internationalen Programm für sozial schwache Kinder in einem kleinen Städtchen in den Bergen teilgenommen hatte und nun wieder zurück nach Hamburg flog. Er konnte interessant erzählen und hat bestimmt eindrucksvolle Erfahrungen gemacht. Toll so etwas.

Corcovado
Der Flug weiter nach Frankfurt durch die Nacht war dann das übliche Zeit-tot-Schlagen mit Lesen, Film gucken und dösen / schlafen. Dann war es aber doch irgendwann soweit, dass Frankfurt in Sicht kam. Nein, es kam eben nicht in Sicht, sondern die Wolken hingen tief bis fast auf die Landebahn. Scheußliches Wetter. Dann noch die Bahnfahrt, zweimal umsteigen, ein paar Schritte gehen - und ich war wieder zu Hause.

Alles ging am Ende für mein Empfinden viel zu schnell, die Zeit raste, aber es ist nicht nur das. Man ist ganz schnell, eine verschlafene Nacht nur, getrennt von all den Erlebnissen und unglaublich vielfältigen und bunten Eindrücken, die mich gerade noch erfüllt und bestimmt haben. Jetzt sind sie Vergangenheit, wie es die Reise insgesamt ist, und können nachklingen, im Rückblick verarbeitet werden. Erst mit der Erinnerung wird eine solche Reise endgültig zu dem eindrucksvollen Erlebnis, als das sie mir dann noch Monate und Jahre danach gegenwärtig sein kann. Das, was nicht so toll war oder worüber man sich geärgert hat, verblasst, und die Erinnerungen an die vielen kleinen und großen Highlights treten allmählich viel deutlicher ins Bewusstsein. In solcher Art Erinnerung gewinnt die Reise noch einmal eine neue, einprägsame Gestalt. Und - die Nacharbeit an und mit den Fotos kann erst jetzt richtig beginnen. Es kommt also noch etwas nach - zum Glück!

Ometepe
Das Reiseblog aber beschließe ich mit diesem Beitrag. Es ist für mich eine Art Tagebuch gewesen, und wer es mitgelesen und verfolgt hat, der hat sich hoffentlich an meinen Eindrücken und Schilderungen ebenfalls erfreuen können. Wer mag, kann ja noch einmal zurück blättern und den einen oder anderen Beitrag nachlesen, wie ich das ganz bestimmt noch oft tun werde.

Masaya
UPDATE: Die Fotos in den Alben wurden inzwischen alle überarbeitet.
Es gibt neue Web-Alben: Best of Costa Rica und Best of Nicaragua !

Montag, 14. Dezember 2015

Matagalpa Kaffee

Dann ging alles auf einmal ganz schnell. Nach etwas dösig langweiliger Fahrt in die Ebene am Managua See wurde der Verkehr plötzlich dichter, dann vierspurig, schon war ich in Managua, am Flughafen vorbei und nach 2000 m rechts das große Camino Real Hotel, etwas mit 5 Sternen am Schluss. Vorm Eingang gehalten, nach 10 Minuten eingecheckt, am Hertz Büro im Hotel mein Auto abgegeben - weitere 10 Minuten, und alles war geklärt. In diesen wenigen Minuten wurde mir klar: Deine Reise ist zu Ende. Du bist jetzt wieder im Flug-Modus. Das Shuttle, das mich morgen vormittag zum Intl. Airport bringt, ist auch schon bestellt. Schon erhalte ich von UA eine Email, dass mein Flug pünktlich starten werde und ich einchecken könne. Uups.



Dabei war ich gerade noch auf einer großen Kaffee - Plantage oben in Selva Negra. Die Besichtigung war großartig und sehr interessant. Ich war wieder mal mit 'private guide' unterwegs, denn es hatte sich sonst niemand für die Besichtigungstour eingefunden. Sie war umso lebendiger, weil ich den vorzüglich englisch sprechenden Manuel über alles ausfragen konnte, und er mir viele Dinge gut erklärte und zeigte. Die verschiedenen Stufen der Kaffeeproduktion waren mir überhaupt nicht bekannt, ich spare es mir hier, bestimmt kann man das irgendwo nachlesen. Die Fotos jedenfalls zeigen das Pflücken der reifen Beeren (ich habe sie geschält probiert: zuckersüß), das Waschen, Schälen und Fermentieren der Bohnen, und schließlich das Trocknen. In den Plastikhallen herrschen 48°, die Arbeiterinnen zum ständigen Wenden der Bohnen haben alle 10 Minuten Pause. Am Ende ist vom Gewicht der frischen Beere noch ca. 45 % als getrocknete rohe Kaffeebohnen übrig. Die wird dann in Säcken verladen und verschifft. Geröstet wird erst in den Bestimmungsländern, klar, das ist ja bekannt. Unsere großen Kaffeeröstereien sind in Hamburg und Bremen. Dann ging es ans Kosten verschiedener Sorten. Es gibt eigentlich nur zwei große Kaffeesorten, Arabica und Robusta, die dann nach Herkunftsland weiter spezifiziert werden: Ethiopia, Liberia, Nicaragua usw. Die Selva Negra Plantation (deutscher Gründer vor 160 Jahren, heutige Besitzer ebenfalls deutschstämmig, habe ihn zufällig getroffen und mich nett mit ihm unterhalten) produziert ausschließlich Bio - (organic) Kaffee. Er schmeckt im Vergleich zu Robusta und Ethiopia wirklich sehr aromatisch und rund. So kaufen kann man ihn aber nicht, mir wurde gezeigt, wie der Selva Negra dann in US-Läden verpackt aussieht. Er wird fast ausschließlich in die USA verschifft, obwohl Deutschland zu den größten Abnehmerländern für Nicaragua-Kaffee gehört - weil DE zu den größten Kaffeetrinkern pro Kopf gehört, weit vor den USA. Fand ich alles sehr aufschlussreich. Er erzählte mir noch einiges über den high quality coffee, was mir aber mehr als Marketing erschien. Für den Geschmack entscheidend ist nämlich vor allem die Röstung - und die geschieht ja bei uns vor Ort, sei es in großen (Jacobs) oder kleinen ("craft") Kaffeeröstereien. Bei uns wird von der Sorte her gesehen fast ausschließlich Arabica verarbeitet, weltweit 90 %. Ich werde also weiterhin Melitta - Kaffee trinken und allenfalls mal einen 'handgerösteten' probieren. - Natürlich könnte ich noch vieles erzählen über die Situation der Pflücker / innen, wie sie entlohnt werden usw. Wir haben uns zwei Stunden sehr intensiv unterhalten. Ich werde Kaffee mehr denn je schätzen.

Tja, das war es nun. Das Resümee habe ich schon gestern geschrieben, dem brauche ich nichts hinzu zu fügen. Es war eine tolle Reise, die mir Dinge, Menschen und Lebensweisen gezeigt hat, die ich vorher noch nie so direkt wahrnehmen konnte. Die wunderschönen Erlebnisse tropischer Natur natürlich ganz und gar nicht zu vergessen: Boca Tapada, Drake Bay mit dem Corcovado, Monteverde und dann die wuchtigen Vulkane Nicaraguas. War schon etwas sehr Besonderes. Toll, das erlebt zu haben.

Bilder von heute gibts hier - mit dem Abschluss am Hotel - Swimming Pool!
https://goo.gl/photos/P2NRXDK4ATrq3rau5

Sonntag, 13. Dezember 2015

Tabak, Kaffee und mehr

Die Fahrstrecke nach Matagalpa war ganz nett, aber nichts Besonderes. Erst am Schluss in den Bergen wurde es reizvoller. Ich habe noch einen Abstecher nach Esteli gemacht, der 'Hauptstadt' des Tabak, wie es in den Reiseführern heißt. Eine vergleichsweise moderne Stadt in Nicaragua zeigte sich mir, am besten war aber noch das Einkaufszentrum mit nettem Cafe und Ausblick auf die Umgebung. - Matagalpa ist eine Provinzhauptstadt mit fast 500.000 Einwohnern. Es ist die Metropole des Kaffees. Ich bin in der Selva Negra Lodge, hoch in den Bergen (1300 m) im Cloud-Regenwald. Als ich ankam, hat es tatsächlich geregnet und war bloß 25° warm. Na, dafür kriege ich dann morgen in Managua nochmal Hitze :-)

Die Lodge gehört zu einer großen Kaffeeplantage, die ich morgen Vormittag besichtigen will. Drum herum sind einige schöne Waldwege angelegt, wo man Vögel und Affen beobachten kann. Da ich das alles schon gut und besser von Costa Rica kenne, bin ich gemütlich etwas herum spaziert und mache auf Entspannung. Die Lodge liegt wirklich zauberhaft schön mit weitem Ausblick auf die Berge, ein sehr schöner Ort am Ende der Reise durch Nicaragua. Irgendwelche deutsche Wurzeln muss es hier auch geben, ein ziemlich deutsches Fachwerkhaus weist darauf hin. Mein kleiner Bungalow liegt am Rande der Anlage mit allerschönstem Ausblick und Kaffeesträuchern vor der Tür! Heute ist eine Menge los, denn die Selva Negra Lodge wird auch als Ausflugsgaststätte und für Feierlichkeiten genutzt. Allmählich verschwinden die Tagesgäste, und es wird ruhiger. Auch hier bestes Wifi, aber nur im zentralen Restaurant. Da schlürfe ich mein übliches Tonja, ein gutes hiesiges Bier.

Nicaragua hat mir gut gefallen, weil es noch recht unverfälscht ist. Naturparks und Tier- / Vögel - Beobachtung gab es in Costa Rica mehr und besser. Dafür waren hier die Vulkane sehr viel eindrucksvoller und auch richtig mit Qualm und Hitze und Gestank, wie sich das gehört. Heute habe ich morgens noch die Fumarolen und brodelnde Schlammtöpfe von San Jacinto besucht, unterhalb eines alten Vulkans, genau in dessen früherem Krater. Er schlummert also nur. Da quellen Wasserdämpfe, bis zu 200° heiß, aus dem Boden als riesige Dampfwolken. Etwas Schwefel ist auch dabei, man riecht es. Zwei junge Anwohner waren als "Guides" zugegen und zeigten mir alles, was ich freilich auch alleine hätte sehen können. Nun gut, sie haben sich ihre Dollars so verdient. Eine Alte kam und hat schließlich noch 1 Dollar fürs Parken verlangt, die kommen also auch auf den Trichter. Diese vulkanische Fläche war durchaus imposant und sehenswert. Ich mag so etwas ja. Davon habe ich also in Nicaragua einiges zu sehen gekriegt, feine Sache.



Noch etwas zu den Bussen und Taxis. Taxis werden immer von mehreren benutzt, die in dieselbe Richtung wollen - solange Platz im Auto ist. Es sind meist irgendwelche alte Toyotas oder Nissans. Bei Bussen sieht es insofern anders aus, als sie das einzige Transportmittel über Land sind. Sie verbinden Städte und Dörfer, typische "Chicken-Express" Busse. An den Straßen in und zwischen den Dörfern sind Haltestellen, aber sie halten auch auf Handzeichen dort, wo jemand zusteigen will. Sie sind nicht voll, wenn sie voll sind, sondern dann, wenn der Letzte, der mit will, drin ist. Das gilt noch viel mehr für die innerstädtischen Busse, wie ich es in Granada, León, aber auch in Matagalpa beobachtet habe. Das sind eigentlich kleine LKW bzw. Lieferwagen mit kleiner Ladefläche, auf die man hinten über einen Tritt einsteigt. Die Ziele werden ausgerufen. Und diese "Busse" sind wirklich erst voll, wenn auch niemand mehr aufs Trittbrett passt! Abenteuerlich. Immerhin gibt es hinten eine Absperrkette, die das Schlimmste verhindert. Ich habe solche Fahrzeuge auf einigen Fotos fest gehalten, man muss nur genau hinschauen. Es ist so, wie ich es auch zum Beispiel aus Peru kenne. So ähnlich funktioniert das wohl überall in den einfachen Ländern.

Ich vermeide Dritte Welt, obwohl das doch irgendwie ganz gut trifft. Als Tourist bin ich vor allem hier in Nicaragua ein ziemlicher Exot, der sich umschaut wie in einem Zoo. Normalerweise wird man einfach ignoriert als "Americano" - Die sind eben auch da wie die Straßenhunde. Das ist gar nicht negativ gemeint, sondern zeigt nur, dass man hier (ganz anders als in Costa Rica) im Alltag keine Rolle spielt. Die Hotels und Restaurants, die ich als Tourist besuche, kann sich nur eine kleine Oberschicht leisten. Die ist aber durchaus vorhanden. Guides gehören normalerweise zu den gut Gebildeten. Dementsprechend sind Touristen auch kaum mit eigenen Autos unterwegs. Im guten Hotel in León wunderte ich mich, dass da auf dem eigenen kleinen Parkplatz nur drei oder vier Autos standen, obwohl das Hotel am Wochenende von besser gestellten Nicaraguanern (zur Fiesta!) gut besucht war. Die Straßen sind in Nicaragua in einem vorbildlichen Zustand, zumindest die Hauptstraßen. Sie haben auch nur wenig Verkehr zu tragen und dienen wohl auch wesentlich militärischen Zwecken. Nicaragua hat immerhin einen langen und leidvollen Bürgerkrieg hinter sich. Die Armee ist immer präsent. Costa Rica dagegen braucht keine Militärstraßen, denn dies Land hat gar keine Armee! Welch ein Unterschied!

Die Reise hat sich in der Abfolge: erst Costa Rica, dann Nicaragua bestens bewährt. Für mich war Costa Rica auch gewissermaßen 'zum Üben', denn in Nicaragua bin ich in ganz anderer und unmittelbarer Weise mit dem Alltag und der normalen Bevölkerung Mittelamerikas in Kontakt gekommen - wie eigentlich noch nie auf einer anderen Reise in einem lateinamerikanischen Land. Darum fiel mir hier ja auch meine Sprach-Unkenntnis so derbe auf. Mit dem eigenen Auto bin ich schon hautnah dran gewesen am alltäglichen Leben und sozialen Umfeld Nicaraguas. Das war etwas Faszinierendes, was einem keine Bustour bieten kann. Ich musste mich halt immer mal wieder hier und da durch fragen. Das gehörte eigentlich zu den spannendsten Erfahrungen dieser Autoreise durch Costa Rica und vor allem Nicaragua. So viel habe ich glaub ich mich noch nie getraut. Die Kombination beider Länder als Reiseziele war schon sehr gelungen - und der guten Beratung des bewährten Reisebüros Dr. Schiegg zu danken. Es war schon ziemlich optimal so (Kritik: unbedingt länger auf Ometepe!), gerade auch bei den durchaus gegensätzlichen Eindrücken eines Landes wie Costa Rica, das seinen "Ecoturismo" mit dem Slogan "Pura Vida" zum Markenzeichen gemacht hat - und nun am Massentourismus erstickt, und dem ganz andersartigen, einfachen und recht ursprünglichen Nicaragua, das man halt in seiner ganzen Bandbreite erleben und schätzen lernen kann. Und man kann eine Menge erleben und wahrnehmen, wenn man sich  nur auf das so ganz Andersartige einlässt. Mir hat das den allergrößten Spaß gemacht! - Nun, ein bisschen Zeit habe ich ja noch - auskosten bis zur letzten Minute!

Bilder gibts natürlich auch wieder, auch ein paar vom gestrigen Abend in León im vorigen Album. Auf den heutigen Fotos sind Flächen zu sehen, die für Caña, Cane, Zuckerrohr gewässert sind. Dann sieht man auch Steinflächen, auf denen Sand ausgebreitet scheint. Es sind helle Kaffeebohnen, die dort zum Trocknen ausgebreitet liegen und gewendet werden müssen.
https://goo.gl/photos/K7gSgtdGiR7Snzio7

Samstag, 12. Dezember 2015

León und der Asche-Vulkan

Gestern dachte ich: Mein Gott, wo bist du hier gelandet? - Heute gefällt es mir sehr gut hier. Gewöhnungssache, man muss den Charme einer Stadt erst kennen lernen. Dem konnte ich mich heute ganz entspannt hingeben. Vieles ist tagsüber nicht zu sehen, aber abends öffnen sich die Höfe zu wunderbaren Restaurants, Bars usw. Die Fiesta heute kommt noch dazu, muss man erlebt haben. -  Ich habe vor allen Dingen Autofahren und Orientierung gelernt in León, jetzt wäre ich für alle anderen Herausforderungen in Nicaragua bestens vorbereitet! Regeln: Markante Punkte merken - FAHREN - STOP unbedingt beachten - hupen - System der Einbahnstraßen geschickt nutzen - klappt bestens. Hab von meinem Guide höchstes Lob erhalten...

Ich wollte heute den berühmten Cerro Negro (googlen) besteigen, einen aktiven Vulkan 20 km von León. Tours Gruppen waren schon um 7 Uhr gestartet, hätte ich mich also gestern drum kümmern müssen. Alleine hinzufahren hat mir der nette Mensch an der Hotel-Reception doch abgeraten (er hatte recht). Ich fragte ihn nach einem private guide. Ok, er wollte es versuchen. Nach 15 Minuten war alles klar, $30 ebenso viel wie die Gruppentour gekostet hätte, aber dafür mit meinem Auto, dem fitten Terios, plus $7 Eintritt in den Park. 15 Minuten später war der Guide da, sprach gutes Englisch - los ging es.

Kurz hinter León bogen wir von der Straße ab auf eine sandige und steinige Piste, durch kleine Weiler und Gehöfte, zwischen Kühen, Schweinen, Hühnern und sonstigem Tieren samt Ochsengespannen hindurch bis zum Park. Diese Sandwege, mal links, mal rechts, schienen mir wie ein Labyrint, es gab allerdings immer wieder Hinweistafeln zu dem Naturpark. Dennoch war ich froh, den Guide bei mir zu haben. Er erzählte mir eine Menge über den Vulkan, seine Aktivitäten, die Rettungsfeste in León usw. War sehr interessant. Ich habe mich in dem Terios sehr sicher gefühlt und fuhr ziemlich flott. Vom Parkplatz (dort standen nur zwei Tour-Vans) ging es dann zu Fuß ca. 350 Meter recht steil und steinig hinauf. Der Cerro Negro ist ein Vulkanberg, der aus lauter schwarzer Asche zu bestehen scheint, teilweise durchsetzt von Lava-Brocken. Beliebt ist das "Surfen" auf Brettern den schwarzen Sand hinunter. Auf den Fotos sieht man eine Gruppe aufsteigen und sich oben bereit machen, hinunter zu rutschen.



Der Aufstieg war zum Glück nicht besonders anstrengend, da der Himmel bewölkt war; bei Sonne muss die Hitze höllisch sein. Trotzdem machte mein Guide auf der Hälfte schlapp, es war ihm sehr peinlich, "it is the first time" wiederholte er, dass ihm so etwas passiere, wir machten eine Pause, er setzte sich und trank Wasser. Nach ein paar Minuten ging es dann weiter. Vielleicht hatte er gestern Abend doch zu viel Flor de Caña, dem hier verbreiteten Rum. Ich hatte ja auch ein Gläschen genippt ...

Oben war es toll, tolle Aussicht auf den aktiven Krater und die Lava- und Ascheströme. Der Vulkan raucht kaum, und wenn, dann ist es Wasserdampf. Er ist ständig sehr heiß und hat etwa alle 7 Jahre eine Eruption. Wenn man die oberste Ascheschicht mit dem Fuß etwas beiseite schiebt, so 3 - 4 cm tief, dann kann man dort den Boden kaum mehr anfassen, so heiß ist er. Auf einem Foto hält der Guide kurz die Hand in eine solch heiße Vertiefung. Irre. - Dann gings hinunter, zwar nicht auf Brett, sondern wie von einer Düne im rutschenden Laufschritt, hat auch Spaß gemacht - und nachher war man doch ziemlich schwarz von dem Staub der Asche! Wieder zurück im Hotel musste ich erstmal unter die Dusche und die Sachen ausschütteln. War alles in allem ein tolles Erlebnis und eine sehr schöne Tour.

Nachmittags hatte ich dann nur noch Lust auf Strand und bin ans nahe Meer gefahren, auch ca, 20 km, nach Las Peñitas. Daher stammen die restlichen Fotos: mein Abschied vom Pazifik. Die Hütten und Bars mögen sehr einfach aussehen, aber sie haben eben einfach auch Charme. Es wird dort erst abends voller. Ich habe dort nette Gespräche gehabt, sehr unerwartet, auf Englisch. Erster Anstoß war ein Kind, das ich an der Hängematte fotografiert habe, daraus entspann sich ein nettes Gespräch. Ein zweites mit Mutter und Tochter, als ich ins Auto steigen wollte (ich war dort weit und breit der einzige Weiße), wobei die Tochter toll englisch sprach. Sie arbeitet in der Tourismus-Branche. Aha. Wir haben uns auch über den Unterschied Costa Rica und Nicaragua unterhalten. Wir waren uns einig, dass Nicaragua hoffentlich die Fehler des Massentourismus von Costa Rica vermeiden kann. Ein wunderschöner Nachmittag.

In León ist Fiesta, wie an jedem Wochenende, besonders vor Weihnachten. Morgen geht es nun weiter zu meiner letzten Station bei Matagalpa, also in den Bergen, in die Selva Negra Lodge. Ich kann es kaum fassen, dass ich in 2 Tagen schon nach Hause fliegen soll. Ich bin doch jetzt gerade erst so richtig hier 'angekommen' !!

- Ob Sachen dreckig oder sauber sind, spielt eigentlich keine Rolle mehr. Die Riechprobe entscheidet. Was stinkt, wird kurz ausgewaschen.

- Essen ist prima hier, ich freue mich schon aufs Dinner. Habe bisher alles bestens vertragen. Und ich stelle mich nicht so an wie ein US-Ehepaar in Granada, dass Pellegrino-Wasser (!) bestellt hatte und ein Glas mit Eisstücken zurück wies, ebenso wie jeglichen Salat ("only cooked") und Obst. Die hatten wohl tierisch Angst, sich was einzufangen. Warum sind sie dann überhaupt hergekommen?

- Das Obst morgens ist das Beste, das werde ich schwer vermissen: die frischen Papayas, Ananas, Melonen, Bananen! Auch Gallo Pinto, übrigens hier in Nicaragua etwas anders als in Costa Rica, nämlich mit kleineren roten Bohnen, schmackhafter, ist durchaus etwas, woran man sich gut gewöhnen kann. Nährt und belastet nicht. Ansonsten esse ich, was mir schmeckt, und hier schmeckt eigentlich alles!

- Sprache, das ist mein Hauptproblem. Nicht weil ich mit Englisch nicht gut durch gekommen wäre, das ging immer bestens. Aber es ist eine Barriere, wenn man mit normalen Menschen ins Gespräch kommen will, und ich dann kein Spanisch kann. Das müsste ich unbedingt ändern, dann wäre das Reisen durch die lateinamerikanische Welt noch einmal so schön! Denn die Menschen sind offen, freundlich und kontaktfreudig, und ich bin es ja auch. Ich finde es auch schlicht unhöflich, wenn ich in normalen Läden mit meinen paar Brocken Spanisch irgend etwas zusammen stottere, und dann doch wieder ins Englische verfalle in der Hoffnung, verstanden zu werden. Klappt hier im Herzen von Nicaragua nicht immer. Dann ärgere ich mich sehr, kein Spanisch zu können. Das werde ich ändern.

- Nicaragua ist vergleichsweise billig, auch in touristischen Restaurants mit Dollar. Geht man in normale Jugo - Shops (Saft-Läden), oder bestellt sich an irgend einer Kaffeebude etwas, dann ist es unglaublich billig, Kaffee für 60 ct., Bier und Wasser für 80 ct. Inzwischen finde ich es völlig fair, wenn das Preisniveau für Touristen um ein Vielfaches höher ist. Diese Preise könnten sich hiesige Leute gar nicht erlauben und leisten. Touristen können das sehr wohl. Warum also soll man nicht als Tourist für eine vergleichbare Leistung in etwa dasselbe bezahlen wie zu Hause? Ich finde diese Teilung des Marktes eigentlich völlig ok. Sich zu beschweren, wenn die Taxis zum Flughafen so "unverschämt" viel mehr kosten als Taxis sonst hier, finde ich völlig ungerechtfertigt (liest man oft in Tourismus - Berichten). Es ist keinesfalls teurer als bei uns.

- Taxis und Busse - das ist mal ein eigenes Thema. Davon schreibe ich andermal. Man kann aber auf einigen Fotos von gestern schon einiges von der Realität des Busfahrens in León entdecken :-)

Fotos gibts hier, eine ganze Reihe sogar. Das gestrige Album habe ich noch um einige Abendfotos ergänzt: Fiesta in León!
https://goo.gl/photos/h1yhpZDGZ7ZCbRvj7

Und hier gibts nachträglich etwas Sound von der Fiesta in Leon:
https://drive.google.com/file/d/0B9zAPWwEoASgZXUyRVB3Q2FYUjg/view?usp=docslist_api

Freitag, 11. Dezember 2015

Masaya - raucht und faucht

Ein Tag voller Gegensätze, morgens noch das liebliche Granada, dann zum Vulkan -Gebiet von Masaya, weiter durch die Hauptstadtregion von Managua und schließlich nach einer langen Fahrt durch trockenes Farmland nach León. León ist wirklich ein krasses Gegenstück zu Granada!

Der Vulkan war klasse. Zwar stimmt manches in den (aktuellen) Reiseführern nicht: Es gibt weder eine Straße rund um den Krater noch Wanderwege rundrum. Die Zufahrt ist nur aus Richtung Managua beschildert und eigentlich möglich, das sollte auch vermerkt werden. Man muss also wieder ein Stück zurück fahren. Dann führt nach dem Park-Eingang eine Straße zum sehr gut gemachten Info-Center und weiter hinauf an den Rand des derzeitigen Hauptkraters. Sehr imposant, wie der raucht und stinkt und faucht! Weitere Wege sind gesperrt, nur einer führt hinauf zu den höher gelegenen alten Kratern, die zwar weitgehend zugewachsen sind, von wo aus man aber einen fantastischen Rundblick hat, zur Masaya Lagoon und auch zum weiter hinten liegenden viel höheren Mombacho. Touristisch war wie erwartet kaum etwas los, aber einige Ranger standen für Informationen (und zur Sicherheit) bereit, alles sehr gut gemacht. Ich bin hinauf gewandert, habe alles besehen und über den recht aktiv und unheimlich wirkenden Vulkan Krater gestaunt. Einige Bilder zeigen den Blick direkt ins "Höllenloch". Dennoch fliegen dort Vögel herum!



Die Weiterfahrt zeige mir die dicht besiedelte Region um die Hauptstadt Managua, wirkte alles recht imposant und großflächig, Hochhäuser gibts nicht. Aber sehr moderne Einkaufszentren, Produktionsstätten, Handel und Gewerbe usw.. Google Maps führte mich sehr gut eine sonst kaum zu findende (weil nicht ausgeschilderte) Umgehungsstraße direkt zur Nic-12, die mich nach weiteren 80 km nach León brachte. Die Strecke war recht eintönig, weil trockenes Weideland mit Hügeln und Büschen das Landschaftsbild beherrschten. Hier sitzen wohl die Rinderbarone.

León - ja León! "Sehr verschieden" sagte man mir als Vergleich zu Granada, und das ist höflich und richtig formuliert. Eigentlich wirkt die Stadt recht herunter gekommen bzw. noch gar nicht aufgestiegen, der gerühmte koloniale Charme blättert reichlich ab. Dominant sind diverse Kirchen und die Kathedrale natürlich, die die Mitte der Stadt prägt. Dann ist da noch das Revolutionsmuseum und jede Menge morbider Revolutionskult mit Denkmälern und Fahnen: Che Guevara und Sandino. Wirkt eher muffig. Auch sonst hat das Stadtbild außer buntem Treiben nicht viel zu bieten. Eigentlich kann man hier nach einer Nacht gleich weiter fahren. Heute wird hier wieder einmal das Fest der Maria Conception gefeiert mit Altären, Umzügen und Ballerei. Ich habe den Eindruck, das ist das eigentliche Weihnachtsfest in Nicaragua, es dauert den ganzen Dezember...

Morgen geht es mit einem Tagesausflug zum Cerro Negro Nationalpark und danach zum Strand am Pazifik, lasst euch überraschen, wie ich mich überraschen lasse. Übernachten werde ich dann wieder im Hotel Mercedes Best Western León, wohl dem einzigen wirklich guten Hotel mitten in der Stadt. Leitungswasser ist hier zum ersten Mal auf meiner Reise nicht trinkbar!

Und hier geht es zu den Bildern von heute:
https://goo.gl/photos/LsQUf2g6x3S9Dert9

Donnerstag, 10. Dezember 2015

Granada - die Malerische

Granada ist wirklich malerisch und bunt. Es ist keine Großstadt, eher ein lokales Zentrum am Nicaragua See, und vor allem auch ein touristisches Zentrum. Granada und León (mein nächstes Ziel) stehen bei jedem Nicaragua - Reisenden auf dem Programm. Die bunten Gassen, die leuchtend gelbe Cathedral, Eglesia la Merced und die Casa Tres Mundos (Museum und Kulturzentrum) gruppieren sich recht übersichtlich um den zentralen Platz bzw. Park. Ansonsten viele Hotels und Hostels, Restaurants, fliegende Händler - das bunte Treiben einer nicaraguanischen Stadt halt. Es gibt sehr schöne Häuserfronten zur Straße hin, was sich dann dahinter an schönen Höfen und Gärten verbirgt, kann man nur ahnen. Entscheidend für das Ansehen und den Reichtum ist offensichtlich die Zahl der Tore / Fenster zur Straße hin, alle geschlossen natürlich. Eine sehr stattliche Casa hat 4 Tore, mein Hotel beispielsweise nur 3, das war gewiss auch einmal ein besseres Stadthaus. Nur die offiziellen Gebäude um den Zentralpark haben mehr als ein Geschoss. Lasst einfach die bunten Bilder auf euch wirken! Habe in alle Richtungen fotografiert, auch vom Balkon und Turm der Kathedrale, gibt einen guten Überblick. Man sieht von dort auch den nahen Mombacho, der aber heute wieder seine Wolkenhaube hat.



Ich bin auch hinunter in das Marktviertel gegangen. Das ist sehr eindrücklich, besonders hinsichtlich der Gerüche! Es wurde schnell sehr eng, Körperkontakt ließ sich kaum vermeiden, da bin ich besser nicht weiter gegangen. Es war auch so schon unglaublich. Da wird unter einem schmalen Vordach auf Holz - "Scharren" Fleisch verkauft - bei über 30 °, der Geruch ist unbeschreiblich, zumal auch gerade geschlachtetes Geflügel herum hängt. Wie soll es auch anders gehen? Die Hitze ist hier in der Stadt auch sehr groß, es sind im Schatten deutlich über 30°. Mittags mag man einfach nichts mehr tun, vermeidet Bewegungen, die Hunde liegen im Schatten und hecheln. Ab späterem Nachmittag wirds wieder lebendiger. Man geht stets auf der Schattenseite der Straße, wer das nicht tut (dumme Touristen), ist selber Schuld, wenn er schmort. Im Schatten sitzen, etwas schlürfen und dem langsamen Treiben zusehen, ist eigentlich das einzige, wozu man noch Lust hat. Ist auch schön.

Ich habe gerade ein Sandwich gegessen, Kaffee getrunken und bin bereit zu einer Unternehmung am Nachmittag ab 3 pm. Es geht in einer kleinen Gruppe mit Fahrrad an das Seeufer, um dort mit einem Boot eine gute Stunde lang die "Islettas" zu besuchen, kleine vorgelagerte Inseln, die berühmt für ihre Blumen und Vögel sind. Sie sind auch auf einigen Fotos oben vom Mombacho aus zu sehen. Kokosnüsse mit Kokoswasser ("pipas") sind bei der Tour inbegriffen. Davon werde ich noch ein paar Fotos ins Album hochladen und den Bericht noch ergänzen. Gebucht habe ich die Tour bei Leo, einem gerade noch jungen Nicaraguaner, der mir als Aleman gleich erzählte (teilweise auf Deutsch), dass er voriges Jahr all sein Geld zusammen genommen habe und 3 Monate lang Europa bereist habe, im Winter und auch in die Schweiz, um endlich einmal echten - Schnee zu sehen! "I did it!" Zurück gekehrt habe er mit dem Geschäft wieder von vorne anfangen müssen, denn "I've spent all my money." So sieht also Tourismus andersrum aus :-)

Morgen fahre ich weiter nach León, der ehemaligen Hauptstadt, die von ganz anderem Charakter sein soll als Granada. Vorher besuche ich aber noch den (niedrigen) Vulkan Masaya (so wird der geschrieben!), der richtig qualmt und stinkt, man sieht es schon von weitem. Man kann mit dem Auto bequem bis zum Krater fahren und dann dort herum laufen. Das ist zwar auch ein touristischer Hotspot, aber auf dem angenehm ruhigen Niveau von Nicaragua, nehme ich an. Das gilt auch hier für Granada, alles sehr relaxed, tut mal gut. Jetzt in der Mittags Hitze unter der Patio sowieso.

Die Nachmittagstour zu den Isletas war nett, aber doch mehr in ein Gebiet mit vielen Ferienhäusern bzw. -Villen als in reine Natur. Ist auch kein Naturschutzgebiet, leider. Die reichsten Familien Nicaraguas haben hier eigene - Inseln. Na ja. Hübsche Fotos sind dennoch dabei, und vor allem das Fahrradfahren zum Bootsanleger (20 Minuten) hat Spaß gemacht. Netter Guide, nette Erklärungen,  nette US-Amerikanerinnen, - netter Nachmittag.

Hier der Link zum Album:
https://goo.gl/photos/LFicnRfBeuaAwXxW9

Mittwoch, 9. Dezember 2015

Bombastic Mombacho

Wow - so habe ich noch keinen Blogpost begonnen, aber diesmal passt es. Ometepe war toll und eine Nacht viel zu kurz. Ich wäre hier gerne länger geblieben, mindestens zwei weitere Nächte, um richtig auf bzw. um einen der beiden Vulkane zu wandern. Ometepe gehört zum Schönsten und Besten, was ich bisher auf der Reise gesehen habe.

Es ging also früh zur Fähre, die Prozedur mit den diversen Steuern kannte ich ja schon, das Einparken auch, diesmal auf Anhieb, die Überfahrt bei schönstem Wetter war toll. Ich traf einen Reisenden, der in einer deutschen Gruppe unterwegs war. Er sonderte sich etwas ab, so sprach ich ihn an. Interessantes Gespräch...

Dann auf der Interamericana weiter nordwärts Richtung Granada, mit der auch für Nicaragua berühmten Altstadt, meinem heutigen Ziel. Es wären ca. 90 Minuten Fahrt gewesen, wenn ich nicht - ja wenn ich nicht...



.... abgebogen wäre zum Naturresevat Volcano Mombacho. War im Reiseführer am Rande erwähnt, ich dachte, schaue es dir mal an. Es entpuppte sich als Volltreffer. Zwar durfte ich zunächst nicht mit meinem kleinen 4x4 Daihatsu Terios da hoch, das sei zu steil und zu gefährlich, also nur mit buchbarem Transport-Fahrzeug hinauf. Ok, gebucht, Abfahrt um 1 pm. Die Zeit wurde lang, es kam kein anderer Tourist, - einiges hin und her mit den Guides, jedenfalls endlich durfte ich mit dem Terios zwar fahren, aber nur als Beifahrer: Als Fahrer diente ein erfahrener Mitarbeiter. War tatsächlich besser so, denn die Strecke den Vulkan hinauf war sehr eng und sehr steil, trotz 4x4 teilweise für die schwache kleine Maschine kaum zu bewältigen. Und die vom Reservat sparten sich den zweiten Fahrer für den großen LKW-Bus. Die Auffahrt war schon atemberaubend, aber es kam noch besser. Auf der Höhe knapp unterhalb der Krater (1400 m), bei der Ranger-Station ließ ich mir von einer jungen Guide die Wege und Möglichkeiten zum Erkunden erklären und entschloss mich dann, sie gleich als Guide zu engagieren, $17. Wir beide zogen dann also los (ich hatte mich unten wohlweislich umgezogen zum Wandern) auf eine knapp dreistündige Tour bis oben zu den Kratern und drum herum im schönsten Berg - Regenwald  und - Trockenwald, je nach Himmelsrichtung. Die Krater sind zwar zugewachsen, weil der Mombacho nur wenig aktiv ist, aber einige Fumarolen, also "Rauchzeichen", gab es durchaus, der Vulkan schläft also nur. Absolutes Highlight waren aber die Ausblicke über Granada, die weite Bucht des Nicaragua Sees, andere Vulkane (Massaia, besuche ich noch) und weiter im Hintergrund auf weitere kegelförmige Vulkane, einfach toll. Und es war toll klares Wetter, und der Vulkan war WOLKENFREI - "you are very lucky"! Kluge Erklärungen gab es auch, die Guide war einfach sehr nett und kompetent. Ich habe diesen Weg, der teilweise sehr steil und anstrengend war, sehr genossen. Wir trafen überhaupt nur eine weitere kleine Gruppe.

Zurück fuhr wieder mein "private driver", wir nahmen die junge Nicaraguanerin, meine Guide, gleich mit, denn sie wollte nach Hause. Sie bat mich, sie noch ein Stück Richtung Granada mitzunehmen, habe ich doch gerne gemacht. Wir haben uns auf der ganzen Wanderung bestens verstanden und gut unterhalten. Es war ein tolles Erlebnis - Nicaragua ist einfach klasse!

Dann noch 20 Minuten Fahrt, und nun bin ich in der malerischen Stadt Granada. Ich habe morgen Zeit, sie zu besichtigen, davon werde ich dann erzählen. Das Hotel ist jedenfalls schon vom Stil her eine Wucht, sehr spanisch-kolonial. Heute gibt es viele recht spektakuläre Fotos, denke ich, auch immer wieder Bilder während der Fahrt, die meine Eindrücke längs der Straße wiedergeben.

Fotos also hier:
https://goo.gl/photos/Z7sCAHvcBiciUGVt5